WISSENSWERTES

Es gibt keine typischen „Mobbingopfer“

  • Aus den zahlreichen, vorliegenden Studienergebnissen lässt sich schliessen: Es gibt kein „typisches Opfer“. Zwar gibt es Kriterien, wie Alter, Geschlecht oder soziale Herkunft die eine statistische Wahrscheinlichkeit Mobbing zu erfahren erhöhen oder verringern. Prinzipiell gilt aber: Mobbing kann jeden treffen.

Mobbing kommt häufiger vor als viele denken

  • Die Mobbingforschung zeigt, dass etwa jede neunte Person im erwerbsfähigen Alter mindestents einmal im Verlauf ihrer Erwerbstätigkeit gemobbt wurde.
  • Gemobbt wird in allen Berufen, Schichten und auf allen Hierarchiestufen. Sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter sehen sich mit Intrigen, üblen Gerüchten und Diskriminierung konfrontiert.

Mobbing hört nicht einfach auf

Wird Mobbing nicht frühzeitig gestoppt, sind damit häufig sehr negative Auswirkungen für die Betroffenen verbunden:

Mobbing verändert die Betroffenen

  • Die systematischen Schikanen führen in der Regel zu starker Verunsicherung, Unruhe, Konzentrationsschwäche, Leistungsblockaden, Angst- oder Ohnmachtsgefühlen, Verlust an Selbstvertrauen und dem damit verbundenen Zweifel an den eigenen Fähigkeiten, innerer Kündigung und häufig auch zu einem sozialen Rückzug der Betroffenen. Diese Erlebnisphänomene wirken unterschwellig so schnell und stark, dass sie bewusst zunächst kaum beeinflussbar erscheinen.
  • Mobbingbetroffene erkennen oft keinerlei Kompetenz mehr bei sich und wissen nicht mehr was sie eigenständig zieldienliches für sich tun können. Hypnosystemisch spricht man hier von einer „Problemtrance“.

Die dargestellten Auswirkungen machen verstehbar, wie Menschen, die zum Teil über viele Jahrzehnte sehr stabil ihr Leben gelebt haben und in vielen herausfordenernden Lebenssituationen kontinuierlich viele Kompetenzen zeigten und schwierige Situationen sehr erfolgreicht bewältigt haben, plötzlich nicht mehr weiter wissen und sich als extrem schwach und hilflos erleben.