EMPFEHLUNGEN

Mobbingfälle sind sehr individuell. Vor diesem Hintergrund ist eine genaue Analyse der Situation wichtig, um anschließend Lösungsmöglichkeiten auszuloten. Dennoch gibt es ein paar allgemeine Handlungsempfehlungen, die ich Mobbingbetroffenen geben kann:

  • Handeln Sie! Je früher desto besser. Suchen Sie sich Unterstützung. Mobbing hört nicht einfach so auf. Ich berate Sie gerne.
  • Seien Sie vorsichtig mit dem Begriff Mobbing. Auch wenn es sich in ihrem Fall um Mobbing handelt, ist es ratsam, den Begriff zunächst nicht zu benutzen. Besser sind Formulierungen wie: „Ich weiß nicht, ob es sich in meinem Fall schon um Mobbing handelt, aber die Angriffe und Verleumdungen gegen mich empfinde ich als sehr belastend.“
  • Verhindern Sie, dass Sie sich selbst durch Kurzschlussreaktionen, wie zum Beispiel die voreilige Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages oder einer Kündigung, schaden.
  • Klären Sie für sich, ob sich ein Kampf lohnt.
  • Setzen Sie Grenzen.
  • Stärken Sie Ihre Kompetenzen und Ressourcen. Mobbing zielt darauf ab, Sie als Person in Frage zu stellen. Alles was Sie stärkt, ist wichtig und gut.
  • Nehmen Sie körperliche und psychische Symptome ernst und suchen Sie sich einen Arzt mit Mobbingexpertise. Das ist wichtig, damit Sie nicht durch unbedachte Diagnosen stigmatisiert werden.
  • Sorgen Sie gut für sich. Sie befinden sich in einer kräftezehrenden Extremsituation. Deshalb ist es wichtig, dass Sie in Ihrer Freizeit Dinge unternehmen, die Ihnen Energie geben und Freude bereiten.